Workshop Meteore und Kometen fotografieren
Meteore
Meteore werden bekanntermaßen auch als Sternschnuppen bezeichnet.
Es sind Materieteilchen aus Steinen und Staub, meist von einem Kometen oder Meteoriten, die beim Eintritt in die Atmosphäre verglühen.
Sie gehen meist von bestimmten Sternzeichen aus, nach denen sie dann auch benannt werden.
- benötigtes Equipment:
- stabiles Kamerastativ
- kurzbrennweitige Objektive
Für die Fotografie von Meteorströmen benötigt man nur kurze Brennweiten, um möglichst viel von einem Himmelsauschnitt ablichten zu können.
Am besten geeignet sind die sog. Fisheye-Objektive, da sie sehr viel Himmel einfangen.
Das ist insbesondere deshalb wichtig, da man ja nicht genau weiß, wo genau als nächstes eine Sternschnuppe vorbeirauschen wird.
Sie sind sehr schnell und binnen weniger Sekunden wieder verschwunden.
Im Sommer sollte man sich vor der Morgendämmerung nach Südosten wenden, im Winter nach Süden (aufgrund der Erdrotation).
- Kameraeinstellung :
- Bildqualität:
RAW und L (hier wird sowohl im JPG- als auch im RAW-Format aufgenommen)
- ISO-Wert:
ISO-Wert 400
- Fokus:
Fokus manuell auf unendlich "Bulb"
- Rauschreduzierung:
"Rauschreduzierung bei Langzeitbelichtungen" einschalten
"High ISO Rauschreduzierung" ausschalten
- Belichtung:
manuelle Einstellung "M"
- Blende:
größte Blendenöffnung (= kleinste Blendenzahl; Beispiel f/5.0)
- Spiegelverriegelung:
einschalten
- Bildstabilisator:
Bildstabilisator ("Image Stabilizer") ausschalten
- Aufnahme:
Ganz wichtig ist ein absolut dunkler Himmel, also Neumondphase abwarten und kein Licht aus der Umgebung.
Die Kamera wird auf dem Stativ befestigt, auf das vorgenomme Himmelsgebiet gerichtet, und dann einfach einige Stunden stehen lassen.
Kometen
Kometen sind Klumpen aus Schnee und Eis.
Sie befinden sich am äußeren Rand unseres Sonnensystems.
Einige bewegen sich auf die Sonne zu, kommen uns sehr nahe und sind deshalb von der Erde aus gut zu sehen.
Periodische Kometen kehren alle paar Jahre wieder.
Mindestens einmal im Jahr können wir einen Kometen beobachten, der mit bloßem Auge oder mit dem Fernglas zu sehen ist.
Die meisten Kometen haben einen Schweif, manchmal auch nur als Ansatz erkennbar.
Der Staubschweif ist weiß-gelb und heller als der blaue Plasmaschweif.
Der Kern wird von einer großen Koma umgeben.
Interessant sind eigentlich nur die langperiodischen, großen Kometen.
- benötigtes Equipment:
- stabiles Kamerastativ oder Nachführung
- verschiedene Objektive
- Kameraeinstellung :
- Bildqualität:
RAW und L (hier wird sowohl im JPG- als auch im RAW-Format aufgenommen)
- ISO-Wert:
ISO-Wert 400-1600
- Fokus:
Fokus manuell auf unendlich "Bulb"
- Rauschreduzierung:
"Rauschreduzierung bei Langzeitbelichtungen" einschalten
"High ISO Rauschreduzierung" ausschalten
- Belichtung:
manuelle Einstellung "M"
- Blende:
größte Blendenöffnung (= kleinste Blendenzahl; Beispiel f/5.0)
- Spiegelverriegelung:
einschalten
- Bildstabilisator:
Bildstabilisator ("Image Stabilizer") ausschalten
- Aufnahme:
Bei ruhender Kamera hängen die verschiedenen Belichtungzeiten stark von der gewählten Brennweite ab.
Man sollte verschiedene Aufnahmen mit verschiedenen Belichtungszeiten anfertigen.
Bei nachgeführter Kamera erscheinen Koma und Schweif eines Kometen deutlich besser als ohne Nachführung.