Beobachtungsziel Mond und Planeten
Der Mond und die Planeten sind uns, im Gegensatz zu den Deepsky-Objekten sehr nah und leuchten so hell, dass wir sie sehr gut beobachten können.
Auch die Oberflächendetails der näheren Planeten wie z.B. die vom Mars können beobachtet werden.
Man benötigt hier bei der Beobachtung also möglichst ein kontrastreiches, auflösungsstarkes Teleskop.
Weniger wichtig ist die Lichtsammelleistung, sprich man benötigt nicht unbedingt viel Öffnung.
Auch tagsüber zu beobachten stellt kein Problem dar.
Geeignete Teleskope:
- Refraktor Skylux 70/700mm
- Newton Reflektor 114/900mm
- Newton Reflektor Dobson 6" 150/1200mm
- Newton Reflektor 150/750mm
- Newton Reflektor Dobson 8" 200/1200mm
Verwendung von Graufiltern oder Farbiltern sind hier Geschmackssache.
Aktuelle Planetensichtbarkeit und ihr Auffindungsort des aktuellen Monats findet ihr auf der Startseite meiner Homepage unter News rechts oben.
Mondbeobachtung
Den Mond kann man Dank seiner Größe, Nähe und Helligkeit fast mit jedem Teleskop beobachten.
Die besten Beobachtungszeiten sind die zwischen Neumond und Vollmond und umgekehrt.
Bei Vollmond können Details schlecht erkannt werden, da der Mond dann zu hell ist.
Die Detailbeobachtung ist am besten in der Licht-Schatten-Grenze des Mondes, dem sog. Terminator möglich.
Merkurbeobachtung
Merkur ist am schwierigsten zu beobachten.
Dieser Planet ist wie die Venus morgens oder abends in der Dämmerung zu beobachten.
Das liegt an dem stets sehr kleinen Abstand zur Sonne.
Merkur geht abends ungefähr 2 Stunden nach der Sonne unter, morgens ungefähr 2 Stunden vor der Sonne auf.
Wie bei der Venus kommt es alle paar Jahre zu einer anderen tollen Erscheinung: der Durchgang, auch genannt Transit, durch die Sonne.
Der nächste Durchgang ist erst im Jahr 2016 wieder der Fall.
Venusbeobachtung
Diesen Planeten kann man sowohl abends als auch morgens beobachten.
Die Venus wird auch deshalb als Abend- und Morgenstern bezeichnet.
Als Abendstern spricht man dann von der größten östlichen (von der Sonne aus) Elongation, als Morgenstern von der größten südlichen
(von der Sonne aus) Elongation.
Elongation bedeutet den größten Winkelabstand zur Sonne.
Das bedeutet für uns, dass sie in den Sichtbarkeitsphasen sowohl in den frühen Morgenstunden, als auch abends nach Sonnenuntergang zu
beobachten ist.
Abends geht sie ungefähr 4 Stunden am Horizont nach der Sonne unter, morgens ungefähr 4 Stunden vor der Sonne auf.
Leider können wir ihre Oberfläche nicht beobachten, da diese komplett mit einer dicken Wolkenschicht verdeckt ist.
Wie der Mond hat die Venus verschiedene Phasen.
Je kleiner ihre Sichel wird, desto besser kann man sie beobachten, denn umso grösser wird sie.
Bei der Venus kommt es alle paar Jahre noch zu einer anderen tollen Erscheinung: der Durchgang durch die Sonne.
Dies ist wieder 2012 der Fall.
Marsbeobachtung
Diesen Planeten beobachtet man am besten, wenn er in Opposition zur Erde steht, das heißt am erdnächsten Punkt.
Mars ist als Scheibe zu beobachten, auch einige Details seiner Oberfläche und die Pole sind zu erkennen.
Seine beiden Monde sind allerdings nur mit größeren Teleskopen zu sichten.
Jupiterbeobachtung
Dieser Planet ist sehr schön zu beobachten, sehr interessant sind die Oberflächendetails wie der Große Rote Fleck.
Auch vier seiner größten Monde können bei gutem Seeing gut ausgemacht werden.
Die Oberfläche schön zu beobachten ist allerdings immer vom Seeing abhängig.
Saturnbeobachtung
Auch dieser Planet ist bereits mit kleiner Vergrößerung schön zu beobachten.
Besonders interessant ist hier natürlich das Ringsystem.
Da sich die Position des Ringsystems zur Erde in einem gewissen Rhythmus verändert, kann man sie alle paar Jahre in unterschiedlichen
Stellungen betrachten.
Momentan ist die Ringöffnung nicht zu sehen, da sich das Ringsystem genau in Kantenstellung befindet.
Das heisst konkret man sieht nur einen Ring (als Strich) um Saturn.
Auf meinen Aufnahmen vom Saturn ist das gut zu sehen.
Uranus- und Neptunbeobachtung
Diese beiden Planeten sind leider nur, wenn überhaupt, als kleine Scheibchen grünlich blau zu beobachten.
Dies liegt daran, dass sie einfach zu weit für uns Amateurastronomen entfernt sind.
Wie schon erwähnt sie zu finden und zu beobachten ist nicht immer leicht.
Auf den Seiten
Aufnahmen und
Fotogaleriekönnt ihr euch gerne mal meine Aufnahmeversuche von Mond, Sonne, Planeten und Sternbilder ansehen.