Beobachtungsziel Deepsky
Unter dem Begriff
Deepsky versteht man alle anderen Himmelsobjekte außer dem Mond, der Sonne und den Planeten.
Also alle Galaxien, Nebel und Sternhaufen.
Die meisten haben eigenständige Namen und werden in verschiedenen Katalogen mit Nummern und Zahlen gekennzeichnet.
Wichtigster Katalog ist hier der mit den
Messier-Objekten.
Aktuelle Beobachtungsobjekte des jeweiligen Monats findet ihr auf der Startseite meiner Homepage unter News rechts oben.
Beobachtung Galaxien
Galaxien sind grosse Ansammlungen von Sternen, Planetensystemen, Staubwolken, Gasnebeln und vielen anderen Objekten, die sich alle
um ein Zentrum (wahrscheinlich ein schwarzes Loch) bewegen und durch Gravitation aneinander gebunden sind.
Alle Galaxien unterscheiden sich in Form, Grösse, Aussehen und Zusammensetzung.
Auch gibt es Galaxiengruppen, sog. Galaxienhaufen.
Die Galaxien sind schwer zu beobachten, da sie sehr weit entfernt sind.
Eine Ausnahme ist da die Andromeda-Galaxie mit ihren beiden Begleitgalaxien, da diese die Nächstgelegenen zu uns ist und sogar mit bloßem Auge
als verschwommener Fleck am Himmel zu sehen ist.
Die verschiedenen Galaxien werden auf der Seite Galaxien noch näher beschrieben.
Zur Beobachtung von Galaxien empfehlen sich Teleskope ab 4".
Beobachtung Nebel
- Gasnebel, Emissionsnebel, Dunkelnebel
Diese Nebel sind leuchtende Gasnebel, deren Gaswolken von Sternen aus näherer Umgebung zum Leuchten angeregt werden.
Gas- und Emissionsnebel unterscheiden sich sowohl in der Leuchtkraft als auch der Dichte.
Eine besondere Form dieser Nebel ist z.B. ein Dunkelnebel.
Dieser leuchtet nicht, da er das hinter ihm liegende Licht blockiert.
Eine grosse Öffnung und Nebelfilter sind auch hier bei der Beobachtung von Vorteil.
Der bekannteste Gasnebel ist der Orion-Nebel.
Ihn kann man auch mit bloßem Auge am Nachthimmel gut erkennen.
Zur Beobachtung dieser Nebel empfehlen sich Teleskope ab 4".
- Planetarische Nebel
Diese Nebel sind leuchtende Gasnebel, deren Gashüllen von ihrem Zentralstern zum Leuchten angeregt werden.
Im Teleskop erscheinen sie als kleine, regelmäßig geformte Scheibchen.
Für Planetarische Nebel ist viel Öffnung, Vergrösserung und evtl. auch Nebelfilter nötig.
Der bekannteste Planetarische Nebel ist der Ringnebel in der Leier.
Zur Beobachtung von Planetarischen Nebeln empfehlen sich Teleskope ab 3".
Die verschiedenen Nebel werden auf der Seite Nebel noch näher beschrieben.
Beobachtung Sternhaufen
- Offene Sternhaufen
Diese Sternhaufen sind asymmetrisch angeordnete Ansammlungen von mehreren Sternen.
Sie konzentrieren sich um ein Zentrum und nehmen einen grösseren Raum am Himmel ein.
Offene Sternhaufen unterscheiden sich in Mitgliederzahl und Konzentration.
Für die Beobachtung braucht man kurze Brennweite, schnelles Öffnungsverhältnis, grosses Gesichtsfeld und Weitwinkelokulare,
da die Ausdehnung oft sehr gross ist.
Einige sind mit bloßem Auge zu erkennen, wie z.B. die bekannten Plejaden und Hyaden im Stier oder der Doppelsternhaufen H und Chi
in Perseus.
Zur Beobachtung von Offene Sternhaufen empfehlen sich auch schon kleine Teleskope ab 3", besser noch Ferngläser und
Okulare mit großem Gesichtsfeld.
- Kugelsternhaufen
Diese Sternhaufen sind kugelförmig angeordnete Ansammlungen von sehr vielen Sternen.
Auch sie konzentrieren sich um ein Zentrum, dass meist so dicht ist, dass man es nicht mehr in einzelne Sterne auflösen kann.
Die Ausdehnung am Himmel ist im Gegensatz zu den Offenen Sternhaufen eher klein.
Für die Beobachtung ist eine hohe Vergrößerung, ein hohes Auflösungsvermögen und Weitwinkelokulare wichtig.
Der bekannteste und schönste Kugelsternhaufen am Nordhimmel ist M13 in Herkules.
Zur Beobachtung von Kugelsternhaufen empfehlen sich Teleskope ab 3" und Okulare mit grossem Gesichtsfeld.
Mehr Informationen über Sterne, Sternsystem, unsere nächsten und hellsten Sterne
bekommt ihr auf der Seite Sterne.